Inhalt (11 Abschnitte)
- Wie funktioniert ein Startertarif?
- Der entscheidende Punkt: der Wechsel in den Normaltarif
- Was ein Startertarif wirklich kostet: eine Modellrechnung
- Für wen ein Startertarif besonders gut passt – und was du absicherst
- Startertarif oder niedrige Startrente mit Nachversicherung?
- Typische Missverständnisse zu Startertarifen
- Beispiel: So liest du ein Angebot mit Startphase
- Prüfpunkte vor dem Abschluss
- Und die Beiträge für Einsteiger insgesamt?
- Gesundheitsfragen und die anonyme Risikovoranfrage
- So gehst du vor
- Starterpolicen sind anfangs günstiger und werden später teurer; manche Tarife enden nach fünf oder zehn Jahren (Stiftung Warentest, 16.09.2026).
- Wichtig: Der Wechsel in den Normaltarif sollte ohne erneute Gesundheits- und Risikoprüfung möglich sein (Stiftung Warentest, 16.09.2026).
- Der Startvorteil ist ein Preisaufschub, kein Preisnachlass: Nach der Startphase zahlst du den höheren Beitrag, und die Gesamtkosten hängen vom Tarif ab.
- Prüfe Dauer der Startphase, Höhe des Beitragssprungs, Wechselrechte, Nachversicherung und Altersgrenzen im Vertrag.
- Wir nennen keine Tarife und keine Beitragszahlen für Starterpolicen, weil uns dafür keine belegte Erhebung vorliegt; die Modellrechnung unten nutzt frei gewählte Werte.
Ein BU-Startertarif hat anfangs einen niedrigeren Beitrag, der später steigt; manche Tarife enden nach fünf oder zehn Jahren (Stiftung Warentest, 16.09.2026). Wichtig ist, dass der Wechsel in den Normaltarif ohne erneute Gesundheits- und Risikoprüfung möglich ist. Der Startvorteil ist ein Preisaufschub, kein Preisnachlass.
Wie funktioniert ein Startertarif?
Ein Startertarif, auch Starterpolice oder Starter-BU genannt, ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit einem Beitrag, der am Anfang niedriger liegt und später steigt. Stiftung Warentest beschreibt Starterpolicen so: Sie sind anfangs günstiger und werden später teurer; manche Tarife enden nach fünf oder zehn Jahren (test.de, 16.09.2026). Der Grundgedanke: Berufseinsteiger haben anfangs wenig Geld. Mit einem Startertarif können sie sich in dieser Phase die Absicherung leisten. Der Preis dafür ist ein höherer Beitrag in der späteren Phase.
Der Begriff „Startertarif“ ist nicht geschützt. Verschiedene Anbieter nutzen ihn für unterschiedliche Konstruktionen. Typische Varianten sind ein Tarif mit niedrigerem Beitrag in den ersten Jahren, der dann auf den regulären Beitrag springt, oder ein Tarif, der nach einer festgelegten Zeit endet und in einen anderen Tarif übergeht. Wir haben keine belegte Marktübersicht über alle Varianten und nennen deshalb keine Namen und keine Zahlen für konkrete Tarife. Du findest die Regeln in den Bedingungen deines Angebots.
Der entscheidende Punkt: der Wechsel in den Normaltarif
Stiftung Warentest hebt hervor, dass der Wechsel in den Normaltarif ohne erneute Gesundheits- und Risikoprüfung möglich sein sollte (test.de, 16.09.2026). Warum das so wichtig ist: Nach Ablauf der Startphase hast du entweder einen Anspruch darauf, in den regulären Tarif zu wechseln, oder du musst neu prüfen lassen. Im zweiten Fall zählt deine Gesundheit zum Zeitpunkt des Wechsels, nicht zum Zeitpunkt des Abschlusses. Der Gedanke, früh und mit guter Gesundheit abzuschließen (Eintrittsalter und Gesundheit beim Antrag bestimmen Beitrag und Annahme, Finanztip, 27.05.2026), würde dann ins Leere laufen.
Das wichtigste Wort im KleingedrucktenFrag nach, ob der Wechsel in den Normaltarif „ohne erneute Gesundheitsprüfung“ und „ohne Risikoprüfung“ zugesichert ist, und lass dir die Antwort schriftlich geben. Ohne diese Zusage ist ein Startertarif kein Startvorteil, sondern ein Risiko.
Fragen, die du stellen solltest: Wie lange dauert die Startphase genau? Wie hoch ist der Beitrag danach, und ist er festgelegt oder nur eine Prognose? Was passiert, wenn ich den Wechsel nicht wahrnehme? Endet der Vertrag dann, oder läuft er im Normaltarif weiter? Wie ist die Rente in der Startphase: gleich hoch wie später oder niedriger? Und: Gibt es Altersgrenzen für den Wechsel?
Was ein Startertarif wirklich kostet: eine Modellrechnung
Die folgende Tabelle zeigt das Prinzip mit frei gewählten Zahlen. Sie sind keine Marktdaten und keine Tarife. Sie illustrieren nur, wie sich ein niedriger Anfangsbeitrag zu den Gesamtkosten verhält.
| Größe | Startertarif (Modell) | Normaltarif (Modell) |
|---|---|---|
| Beitrag Jahre 1 bis 5 | 40 € | 80 € |
| Beitrag ab Jahr 6 | 80 € | 80 € |
| Summe Jahre 1 bis 5 | 2.400 € | 4.800 € |
| Ersparnis in den ersten fünf Jahren | 2.400 € | – |
| Beitrag Jahr 6 im Vergleich | gleich | gleich |
Im Modell gleichen sich die Beiträge nach der Startphase an, und die Ersparnis bleibt ein Liquiditätsvorteil für die ersten fünf Jahre. In der Realität kann der Beitrag nach der Startphase höher oder niedriger sein als im Normaltarif, und die Bedingungen können sich unterscheiden. Deshalb ist die einzige verlässliche Rechnung die mit den Zahlen aus deinem Angebot. Verlange sie als Tabelle über die gesamte Laufzeit. Unterscheide dabei Zahlbeitrag und Tarifbeitrag; der Tarifbeitrag ist die Obergrenze, bis zu der der Versicherer den Zahlbeitrag anheben darf (Finanztip, 27.05.2026).
Für wen ein Startertarif besonders gut passt – und was du absicherst
Ein Startertarif passt gut, wenn …
- Du hast anfangs wenig Einkommen und erwartest einen klaren Gehaltssprung.
- Der Wechsel in den Normaltarif ist ohne neue Prüfung zugesichert und schriftlich bestätigt.
- Du hast die späteren Beiträge im Blick und planst sie ein.
- Die Bedingungen (Nachversicherung, Verweisung) sind gleich gut wie im Normaltarif.
Das sicherst du mit dem Experten ab
- Der Wechsel in den Normaltarif ohne neue Gesundheitsprüfung wird schriftlich bestätigt.
- Der Beitrag nach der Startphase passt zu deinem künftigen Gehalt.
- Die Bedingungen sind gleich gut wie im Normaltarif.
- Der Vertrag läuft nach fünf oder zehn Jahren nahtlos weiter.
Startertarif oder niedrige Startrente mit Nachversicherung?
Es gibt einen zweiten Weg, den Anfangsbeitrag zu senken: eine niedrigere Startrente und späteres Aufstocken über die Nachversicherungsgarantie. Beide Wege verschieben Kosten in die Zukunft. Der Unterschied: Beim Startertarif bleibt die Rente gleich und der Beitrag steigt; bei der Nachversicherung wächst die Rente mit dem Beitrag, und du entscheidest bei jedem Anlass, ob du aufstockst. Die Nachversicherung ist flexibler, hat aber Anlässe, Fristen und Obergrenzen. Details findest du im Ratgeber Nachversicherungsgarantie beim Berufsstart. Wie weit die Rente mit mehreren Anlässen wachsen kann, zeigt der Nachversicherungs-Planer.
| Merkmal | Startertarif | Niedrige Startrente plus Nachversicherung |
|---|---|---|
| Was steigt später? | der Beitrag | Rente und Beitrag |
| Wer entscheidet? | der Vertrag, automatisch | du, bei jedem Anlass |
| Absicherung am Anfang | volle Rente | niedrigere Rente |
| Risiko | Wechsel nur mit neuer Prüfung | Frist verpassen, Obergrenze erreichen |
Typische Missverständnisse zu Startertarifen
„Der Startertarif ist günstiger.“
Nur am Anfang. Die Gesamtkosten über die Laufzeit hängen vom Beitragsverlauf ab und lassen sich nur mit den Zahlen deines Angebots beurteilen.
„Danach läuft alles weiter wie gewohnt.“
Das gilt nur, wenn der Wechsel in den Normaltarif zugesichert ist. Manche Tarife enden nach fünf oder zehn Jahren (test.de, 16.09.2026).
„Der Schutz ist in der Startphase schwächer.“
Nicht zwingend, aber möglich. Vergleiche Rente, Verweisung, Nachversicherung und Dynamik mit dem Normaltarif.
„Ich kann später immer wechseln.“
Wechselrechte stehen im Vertrag. Frag nach Frist, Altersgrenze und Prüfung und lass dir die Antwort schriftlich geben.
Beispiel: So liest du ein Angebot mit Startphase
Stell dir vor, ein Angebot nennt zwei Zeilen: „Beitrag in den Jahren 1 bis 5“ und „Beitrag ab Jahr 6“. Ein Vergleich mit einem Normaltarif braucht drei Schritte. Erstens: Summiere beide Zeilen über die Laufzeit bis 67, jeweils für Zahlbeitrag und Tarifbeitrag. Zweitens: Prüfe, ob die Rente in beiden Phasen gleich hoch ist. Drittens: Prüfe, ob die Bedingungen für Wechsel, Nachversicherung und Dynamik in beiden Phasen gelten. Wenn nur einer dieser Punkte unklar ist, frag den Experten oder den Versicherer. Ein Angebot, das sich nicht in diese drei Schritte übersetzen lässt, ist kein vergleichbares Angebot.
Ein spezialisierter Experte aus unserem Partnernetzwerk, Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d GewO, kann dir die Übersicht erstellen. Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich; ob du abschließt, entscheidest du.
Prüfpunkte vor dem Abschluss
- Dauer der Startphase: fünf, zehn Jahre oder anders? Steht sie im Angebot?
- Beitrag danach: Zahlbeitrag und Tarifbeitrag nach der Startphase.
- Wechselrecht: Ohne erneute Gesundheits- und Risikoprüfung, schriftlich bestätigt.
- Bedingungen: Gleiche Leistungen wie im Normaltarif, besonders Nachversicherung und Verweisung (§ 172 Abs. 3 VVG).
- Dynamik und Rentenhöhe: Gelten sie in der Startphase und danach?
- Gesamtkosten: Beitragssumme bis 67 im Vergleich zu einem Normaltarif.
Bei Finanztest gehen die Versicherungsbedingungen mit 75 % und die Antragsfragen mit 25 % in die Note ein (Stiftung Warentest, 19.05.2026); ein niedriger Preis ersetzt keine guten Bedingungen.
Und die Beiträge für Einsteiger insgesamt?
Finanztip schreibt, junge Berufstätige zahlten oft ab etwa 50 € im Monat, je nach Alter, Beruf und Gesundheit auch 100 bis 150 € oder mehr (27.05.2026). Beispiele eines Vermittlers für junge Menschen liegen bei rund 30 € für einen 19-jährigen Industriekaufmann-Azubi mit 1.000 € Rente und zwischen 46 und 67 € für einen BWL-Studenten mit 1.500 € (transparent-beraten.de, abgerufen 24.10.2026, Sekundärquelle, nicht von uns geprüft). Das sind normale Tarife; ob ein Startertarif noch günstiger ausfällt, hängt vom Angebot ab. Mehr Beispiele und Hinweise zur Beitragsart findest du bei Beiträge für Einsteiger. Der Früh-Start-Rechner zeigt als Modell, wie sich Beitrag heute und später zu den Gesamtkosten verhalten.
Netto 1.800 €: Orientierungswert BU-Rente und durchschnittliche EM-Rente
Euro pro Monat – Beispiel für ein Netto von 1.800 €
80 % vom Netto: Finanztip, Stand 27.05.2026 (Orientierung, keine Empfehlung); Ø neu bewilligte Erwerbsminderungsrente 2024: Rentenversicherungsbericht 2025, Bundestag hib 723/2025. Die EM-Rente gibt es nur, wenn die Wartezeit erfüllt ist (§ 43 SGB VI).
Gesundheitsfragen und die anonyme Risikovoranfrage
Auch bei einem Startertarif stellt der Versicherer Gesundheitsfragen. Ambulante Behandlungen und Erkrankungen sind meist für die letzten 5 Jahre anzugeben, stationäre Aufenthalte für die letzten 10 Jahre (test.de, 16.09.2026); du beantwortest sie vollständig und wahrheitsgemäß (§ 19 VVG). Wenn du unsicher bist, nutze die anonyme Risikovoranfrage über einen spezialisierten Experten aus unserem Partnernetzwerk, bevor du einen Antrag stellst. Wir fragen hier nichts zur Gesundheit.
Keine Gesundheitsangaben hierBU-Start.de fragt weder im Check noch in den Rechnern nach Gesundheit. Der Einsteiger-Check bleibt bei Status, Alter, Netto und Zeitplan.
So gehst du vor
Starte mit dem Einsteiger-Check, um deinen Orientierungswert und Zeitplan zu sehen. Hole dir Angebote, die Beiträge über die gesamte Laufzeit zeigen, nicht nur für die Startphase. Frag nach dem Wechsel in den Normaltarif und lass die Antwort schriftlich bestätigen. Prüfe zusätzlich, ob eine niedrigere Startrente mit Nachversicherung für dich besser passt. Ein spezialisierter Experte aus unserem Partnernetzwerk kann beides vergleichen. Den Überblick zum Berufsstart bietet BU für Berufseinsteiger.
Einsteiger-Fahrplan kostenlos per E-Mail
Checkliste für Antrag und Vertrag, Wartezeit-Übersicht, Zeitplan nach Lebensphase und die Fragen an den Experten. Ohne Gesundheitsangaben.
- Checkliste: die wichtigsten Vertragspunkte für Einsteiger
- Zeitplan für Schule, Studium, Ausbildung und Berufsstart
- Wartezeit der gesetzlichen Rente auf einen Blick
Geschafft! Danke! Wir senden dir dein Ergebnis per E-Mail. Innerhalb der nächsten 24 Stunden (werktags) meldet sich der passende Spezialist aus unserem Partnernetzwerk telefonisch bei dir – 100 % kostenlos und unverbindlich.
Mein Einsteiger-Fahrplan (PDF)Häufige Fragen
Was ist ein BU-Startertarif?
Ein Tarif mit anfangs niedrigerem Beitrag, der später steigt. Stiftung Warentest beschreibt Starterpolicen als anfangs günstiger und später teurer; manche Tarife enden nach fünf oder zehn Jahren (test.de, 16.09.2026).
Ist ein Startertarif sinnvoll?
Er kann sinnvoll sein, wenn du anfangs wenig Budget hast und der Wechsel in den Normaltarif ohne neue Gesundheits- und Risikoprüfung möglich ist. Ohne diese Wechselmöglichkeit kann er teuer werden. Vergleiche die Gesamtkosten und lies die Bedingungen.
Muss ich bei einem Wechsel in den Normaltarif Gesundheitsfragen beantworten?
Stiftung Warentest betont, der Wechsel sollte ohne erneute Gesundheits- und Risikoprüfung möglich sein (test.de, 16.09.2026). Ob das in deinem Vertrag gilt, steht in den Bedingungen. Lass dir die Antwort schriftlich geben.
Wie lange dauert die Startphase?
Das legt der Versicherer fest. Stiftung Warentest nennt Tarife, die nach fünf oder zehn Jahren enden (test.de, 16.09.2026). Prüfe in deinen Unterlagen Dauer und Beitragsverlauf.
Was ist besser: Startertarif oder niedrige Startrente mit Nachversicherung?
Das hängt vom Budget und den Bedingungen ab. Beide Wege senken den Anfangsbeitrag; die Nachversicherung erhöht später die Rente ohne Gesundheitsprüfung, der Startertarif erhöht den Beitrag. Ein Experte kann beides mit denselben Annahmen rechnen.
Brauche ich Gesundheitsangaben für den Vergleich?
Nein. Der Einsteiger-Check und die Rechner fragen nicht nach Gesundheit. Beim Antrag beantwortest du Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß (§ 19 VVG); vorab kann ein Experte die anonyme Risikovoranfrage übernehmen.
Quellen
- Stiftung Warentest: Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler, Studenten, Azubis – Stand 16.09.2026
- Stiftung Warentest: Berufsunfähigkeitsversicherung im Test – Stand 19.05.2026
- Finanztip: Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung? – Stand 27.05.2026
- § 19 VVG – Anzeigepflicht – abgerufen 24.10.2026
- § 172 VVG – Berufsunfähigkeitsversicherung – abgerufen 24.10.2026
Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zu der Berufsunfähigkeitsversicherung für Schüler, Studierende, Auszubildende und Berufseinsteiger (Stand: 25. Oktober 2026). Er ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Lösung zu dir passt, hängt von deiner persönlichen Situation ab, z. B. Alter, Gesundheit, Einkommen und Familie. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität; Gesetze und Tarife ändern sich. Ein kostenloses Informations- und Rechnerportal – keine Tarif- oder Versicherungsempfehlung; über Annahme und Leistung entscheidet allein der Versicherer. Herausgeber: BU-Start.de. BU-Start.de ist kein Versicherungsmakler und bietet keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung an; eine individuelle Beratung erfolgt ausschließlich durch spezialisierte Kooperationspartner mit Erlaubnis nach § 34d GewO.